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LKH Wolfsberg setzt auf modernste Labordiagnostik

 

Anfang Februar hat im Landeskrankenhaus Wolfsberg das neue Labor seinen Betrieb aufgenommen. Rund 1,2 Mio. Euro wurden in Umbau, Einrichtung, Medizintechnik und EDV investiert. Das Ergebnis ist eine der modernsten Einrichtungen dieser Art in Österreich. Das LKH Wolfsberg ist also auch in punkto Labordiagnostik bestens für die Zukunft gerüstet. 

 

„Wir freuen uns, dass wir in einer langen Diskussion vor allem auch mit wirtschaftlichen Argumenten nicht nur einen Verbleib des Labors im LKH Wolfsberg erreichen konnten, sondern dieses auch nach allerneuesten Erkenntnissen gestalten konnten“, sagt der kaufmännische LKH-Direktor Mag. Viktor Benzia.

 

In wiederholten Verhandlungen ist Primarius Dr. Werner Fortunat, Vorstand der Medizinischen Abteilung, und dem LKH-Direktorium der Nachweis gelungen, dass die Labordiagnostik im eigenen Haus weitaus effizienter und auch kostengünstiger erfolgen kann. Dir. Benzia: „Das Ergebnis ist ein hochmodernes Labor, dessen Dienstleistungen allen Abteilungen des Hauses zur Verfügung stehen.“

 

Untergebracht ist das Labor in den neu adaptierten Räumen der ehemaligen Krankenhausapotheke. Die derzeit elf Labormitarbeiter untersuchen dort Blut, Harn und andere Körperflüssigkeiten und werten im Jahr mehr als 700.000 Testparameter aus. Primarius Dr. Werner Fortunat: „Unser neues Labor ist schon jetzt zu 85 Prozent ausgelastet.“

 

Das medizintechnische Herzstück des neuen LKH-Labors ist das modulare Analysesystem Cobas 6000 von Roche. Das Gerät bietet ein außergewöhnlich breites Spektrum von labordiagnostischen Möglichkeiten, führt rund 80 verschiedene Tests an Körperflüssigkeiten vollautomatisch und absolut zuverlässig durch und zeigt seine besonderen Stärken auch bei der Notfalldiagnostik. Fortunat: „Kommt ein Notfall herein, können die Routinedurchgänge sofort unterbrochen werden.“

 

Das neue LKH-Labor ist via Internet mit dem Zentrallabor im LKH Klagenfurt verbunden. Dadurch ist es jederzeit möglich, Labordaten gemeinsam auszuwerten und gegenseitige Qualitätskontrollen durchzuführen.

 

Neu ist auch ein telehämatoonkologischer Arbeitsplatz, der mit finanzieller Unterstützung der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse eingerichtet wurde. Er ermöglicht es, über das Mikroskop aufgenommene Bilder via Internet live auszutauschen und zu besprechen. Dadurch wird es möglich, bei der Auswertung von Blutbildern in unklaren Fällen rasch zusätzliche Gutachter beizuziehen.