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Mit Wissen und Kunst gegen Brustkrebs
Dr. Elisabeth Melbinger und Dr. Franz Prentner von der Chirurgischen Abteilung am LKH Wolfsberg informierten rund 160 interessierte Besucherinnen und Besucher über Brustkrebs und eröffneten eine Kunstausstellung zugunsten der Patientinnen.
In Österreich erkranken jährlich rund 5.000 Frauen an Brustkrebs. Dennoch bieten moderne Therapien und die intensive Zusammenarbeit zwischen den Patientinnen und den behandelnden Ärzten immer bessere Heilungschancen. „Heute steht eine breite Palette von Therapien zur Verfügung, die eine individuell abgestimmte Behandlung jeder Patientin möglich macht“, sagt Dr. Elisabeth Melbinger von der Abteilung für Chirurgie am LKH Wolfsberg. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Franz Prentner hat sie aktuelle Informationen über die Behandlung und Therapie bei der Diagnose „Mammakarzinom“ zusammengetragen und im Rahmen eines Informationsabends im Seminarraum des LKH Wolfsberg dem interessierten Publikum vorgestellt.
„Patientinnen, die viel über ihre Krankheit wissen, arbeiten bei der Behandlung wesentlich aktiver mit und tragen so maßgeblich zum Erfolg bei“, sagte Dr. Elisabeth Melbinger, die zum Infoabend rund 160 interessierte Besucherinnen und Besucher begrüßen konnte. Darunter auch Mag. Viktor Benzia, den kaufmännischen Direktor des LKH Wolfsberg, und EOA Dr. Alexander Pertl von der Abteilung für Chirurgie.
Das LKH Wolfsberg ist seit Jahren ein wichtiges Zentrum der österreichischen Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) und als solches intensiv in die Erstellung klinischer Studien über Brustkrebs eingebunden. Vor zwei Jahren wurde die Wolfsberger Chirurgie von der ABCSG sogar als „Zentrum des Jahres“ ausgezeichnet.
Die ABCSG, die zu den größten klinischen Studiengruppen in Europa zählt, hat bereits mehrfach zur Verbesserung der Behandlung von Brust- und Darmkrebs beigetragen. Dr. Franz Prentner: „Wir arbeiten seit 1993 an den klinischen Studien der ABCSG mit und können so die gewonnen Erkenntnisse rasch umsetzen. Davon profitieren vor allem unsere Patientinnen, die mit den neuesten und wirksamsten Therapien behandelt werden.“
Im Anschluss an die Vorträge schilderte eine betroffene Patientin in bewegenden Worten ihren Umgang mit der Diagnose Brustkrebs und machte so vielen Frauen Mut, im Kampf gegen den Krebs aktiv mitzuwirken. Danach wurde die Charity-Vernissage „Bilder für ein Ziel“ eröffnet. Die Künstlerin Sabina Hutter, die seit vielen Jahren in einer Arztpraxis arbeitet, hat sich mit den Sorgen und Ängsten von Brustkrebspatientinnen beschäftigt und ihre Erkenntnisse fotografisch umgesetzt. Die eindrucksvollen und farbenfrohen Bilder symbolisieren das gemeinsame Engagement, das notwendig ist, um die Heilungschancen bei Brustkrebspatientinnen kontinuierlich zu verbessern.
Die Bilder sind bis Ende November in den Räumlichkeiten der chirurgischen Ambulanz im LKH Wolfsberg ausgestellt und können auch gekauft werden. Der Erlös kommt zur Hälfte der Brustkrebsforschung zugute.



