Selbsthilfefreundliches Krankenhaus
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Gesundheitsförderungsprogramm für Lymphödempatienten

Am LKH Wolfsberg wurde vor kurzem ein Gesundheitsförderungsprogramm gestartet, das auf die besonderen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit Lymphödemen zugeschnitten ist. Das LKH-Zentrum für Lymphologie kooperiert dabei mit der Klinischen Psychologie und dem Fonds Gesundes Österreich.

 

„Wir möchten die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten weiter verbessern und zusätzliche Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Handlungsweise aufzeigen“, sagt Mag. Franz Flaggl, Klinischer Psychologe am LKH Wolfsberg. Mag. Flaggl, der das Projekt gemeinsam mit Primarius Dr. Walter Döller vom Zentrum für Lymphologie initiiert und organisiert hat, konnte sich bei der Auftaktveranstaltung über rund 70 interessierte Zuhörer freuen. Mag. Viktor Benzia, der kaufmännische LKH-Direktor, betonte in seinen Grußworten den zunehmend hohen Stellenwert, den gesundheitsfördernde Maßnahmen auch bei der Nachbetreuung der Patienten einnehmen. Primarius Dr. Walter Döller hob hervor, dass gerade die Lymphödemerkrankung nicht nur eine sehr komplexe Erkrankung des Körpers ist, sondern viele Patienten auch psychisch in besonderem Maße belastet.

 

Das Programm, das von den erfahrenen Gruppentrainerinnen Mag. Waltraud Sawczak und Mag. Anna Valentin geleitet wird, basiert auf dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM). Es geht davon aus, dass jeder Teilnehmer die Kräfte bzw. Ressourcen, die er für die Umsetzung seiner Ziele benötigt, bereits in sich trägt. Diese warten nur darauf entdeckt, weiterentwickelt und umgesetzt zu werden. Ausgehend vom persönlichen Gesundheitsthema jedes Teilnehmers wird zunächst ein konkretes Ziel erarbeitet. Danach werden Schritt für Schritt Ressourcen zusammengetragen, um nach und nach neue Handlungsmuster zu entwickeln, zu trainieren und im Alltag umzusetzen. Das Ergebnis des Gruppentrainings ist eine Verbesserung der biopsychosozialen Gesundheit und damit der Lebensqualität.

 

Mag. Franz Flaggl: „Wir setzen dabei auf den Domino-Effekt. Eine gesundheitsfördernde Veränderung in einem Lebensbereich wirkt sich immer auch auf andere Lebensbereiche aus.“ Geplant ist nach Trainingsende auch eine Follow-Up-Veranstaltung, bei der die Teilnehmer ihre Erfahrungen austauschen und Erfolge nochmals verstärkt werden können.


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