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Kreatives Malen für Lymphödempatienten
Seit März finden im LKH Wolfsberg wöchentliche Malkurse statt, die Patientinnen und Patienten am Zentrum für Lymphologie die Möglichkeit kreativer Betätigung bieten. Unter der Anleitung von Psychologen können sich Lymphödempatienten so manches Problem von der Seele malen und so ihr Selbstwertgefühl wieder stärken. Das Pilotprojekt, das im Bereich der lymphologischen Rehabilitation bisher einzigartig ist, wird von den Unternehmen Glas Schreiner aus Wolfsberg und Primagaz aus Kitzbühl finanziell unterstützt.
„Gerade Patienten mit Lymphödemen leiden häufig auch unter psychischen Problemen“, sagt Dr. Walter Döller, Vorstand des Zentrums für Lymphologie am LKH Wolfsberg. Immer wieder sei zu beobachten, dass Patienten durch die krankheitsbedingte körperliche Beeinträchtigung teilweise auch ihr Selbstwertgefühl eingebüßt haben. Prim. Dr. Döller: „Wir setzen daher auf ganzheitliche Behandlung, die neben der komplexen physikalischen Entstauungstherapie zusätzlich psychologische Betreuung, gesunde sportliche Betätigung und nun auch die Förderung der Kreativität umfasst.“
Betreut wird das Projekt „Kreatives Malen“ vom Team der Klinischen Psychologie am LKH Wolfsberg. Teamleiter Mag. Franz Flaggl: „Ein großer Teil des psychischen Geschehens findet im unbewussten Bereich statt. Durch kreative Betätigung kann der Patient seine Bedürfnisse, Bilder, Träume und Symbole aufspüren und in Farbe und Motive umsetzen.“
Betreut werden die malenden Patienten von der angehenden Psychologin Jasmin Mayer, die sich mit viel Einfühlungsvermögen um das künstlerische Selbstverständnis der Teilnehmer bemüht. Jasmin Mayer: „Die meisten haben seit ihrer Kindheit nicht mehr mit Farben gearbeitet und entdecken ihre Freude am Malen völlig neu.“ Die so entstandenen Bilder können nach der Fertigstellung besprochen werden. Mayer: „Dabei kommt es oft zu unerwarteten Erkenntnissen und veränderten Perspektiven, die gerade bei problemhaften Lebenssituationen zu neuen Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten führen.“
Prim. Dr. Walter Döller dankte den Sponsoren Glas Schreiner aus Wolfsberg und Primagaz aus Kitzbühl, die das Projekt in dieser Form überhaupt erst ermöglicht haben. Beide Unternehmen unterstützen großzügig den Ankauf der Arbeitsmaterialien und die fachgerechte Betreuung der Kursteilnehmer. Prim. Dr. Döller: „Wir freuen uns, dass zwei erfolgreiche Unternehmen die Bedeutung unseres Vorhabens erkannt haben.“ Bestätigt durch die positiven Reaktionen der Patienten, die ihre Werke mit nach Hause nehmen können, ist eine dauerhafte Fortsetzung des Projekts geplant.


