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An der chirurgischen Abteilung des LKH Wolfsberg hat man bereits seit Jahren umfangreiche Erfahrungen mit der Adipositas-Chirurgie. Das Ärzteteam um Prim. Dr. Dušan Schlapper verfügt über differenzierte operative Möglichkeiten, um stark fettleibigen Patienten wirksam zu helfen.
Starkes Übergewicht oder gar Fettleibigkeit (Adipositas) führt häufig zu einer Reihe von weiteren Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus Typ II, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und degenerative Veränderungen am Bewegungsapparat. Auch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Karzinoms ist bei starkem Übergewicht erhöht. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Adipositas 1997 weltweit als chronische Erkrankung mit entsprechendem medizinischen Behandlungsbedarf anerkannt.
Während bei manchen adipösen Patienten konservative Therapieansätze mit Lifestyle-Modifikation durchaus zum Ziel führen, bleiben bei vielen Personen diese Maßnahmen völlig wirkungslos. "Diesen Betroffenen, die fast immer unter einem enormen Leidensdruck stehen, kann die Chirurgie eine erfolgversprechende Hilfe anbieten", sagt OA Dr. Franz Prentner von der Abteilung für Chirurgie am LKH Wolfsberg. Gemeinsam mit seinem Kollegen OA Dr. Robert Steinacher operiert er seit Jahren stark adipöse Patienten, die entweder einen BMI (Body Mass Index) über 40 aufweisen oder bei einem BMI ab 35 bereits unter schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden.
Derzeit sind es jährlich rund 30 Patienten mit extremem Übergewicht – in der Mehrzahl Frauen –, die sich im LKH Wolfsberg einer Adipositas-Operation unterziehen. "Die Betroffenen sind zwischen 18 und 60 Jahre alt und kommen auch aus anderen Bundesländern zu uns", sagt OA Dr. Prentner. Der geplanten Operation, die mittels Knopfloch-Chirurgie durchgeführt wird, geht immer eine eingehende ärztliche Beratung des Patienten voraus. Eine psychologische Betreuung und ein entsprechendes Gutachten sind ebenfalls obligat.
Individuell abgestimmt auf den jeweiligen Patienten wird entweder ein verstellbares Magenband eingebracht oder eine Magenbypass-Operation durchgeführt. Das Magenband bewirkt eine künstliche Engstelle mit entsprechender Reduktion der möglichen Nahrungsaufnahme. Es wird bei den vereinbarten Kontrollen entsprechend der Gewichtsabnahme eingestellt.
Bei der Magenbypass-Operation wird eine direkte Verbindung zwischen einem kleinen Magenrest und dem Dünndarm hergestellt. Dadurch ist nicht nur wie beim Magenband die Menge der Nahrungsaufnahme reduziert (Restriktion), sondern auch die Resorption im Dünndarm vermindert (Malabsorption).
"Unabhängig von der Operationsmethode ist eine dauerhafte Nachbetreuung einschließlich Diät- und Ernährungsberatung unbedingt erforderlich", sagt Dr. Franz Prentner. Aus diesem Grund bietet die Chirurgische Abteilung des LKH Wolfsberg eine Adipositasambulanz an, die Betroffenen und Interessierten mit Rat und Tat zur Seite steht.
Adipositasambulanz:
Mittwoch (ab 8 Uhr) für Nachsorgepatienten
Mittwoch (ab 10 Uhr) für Neuzugänge
Telefonische Voranmeldung unter 04352/533-76210

