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Spektakuläre Katastrophenübung am Hubschrauberlandeplatz
Im LKH Wolfsberg wurde vor kurzem wieder der Ernstfall geübt. Übungssituation: Ein schwerer Zwischenfall bei der Landung eines voll besetzten Rettungshubschraubers am Dachlandeplatz des Krankenhauses, fünf Schwerverletzte, darunter ein Kleinkind. An der Übung nahmen neben Mitarbeitern des Krankenhauses vor allem Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Polizei teil.
Im LKH Wolfsberg fand eine groß angelegte Übung statt, bei der diesmal das Krankenhaus selbst zum Ort der Katastrophe wurde. Die Übungsannahme: Beim nächtlichen Anflug eines Rettungstransporthubschraubers kommt es am Dachlandeplatz des Krankenhauses zu einer Bruchlandung. Alle vier Insassen des Rettungshubschraubers, die zweiköpfige Hubschraubermannschaft und ein krankes Kleinkind mit seiner Mutter, sind schwer verletzt. Auch ein für die Sicherung des Landeplatzes zuständiger LKH-Betriebstechniker liegt verletzt und bewusstlos am Übergang zur Landeplattform. Vom Haus aus ist der Unfallort für Ärzte und Rettungskräfte nicht mehr zu erreichen, weil ein Brand im Technikbereich des Liftes den Aufzug lahm gelegt hat.
Kurz nachdem das Ausmaß der Katastrophe einigermaßen klar war, wurden gegen 19 Uhr Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei alarmiert. Innerhalb kurzer Zeit trafen neben den Einsatzkräften des Roten Kreuzes und der Polizei über 90 Mann der Feuerwehren Wolfsberg, Forst, Kamp, St. Michael und St. Marein mit Löschfahrzeugen am Krankenhausgelände ein und wurden dort von ortskundigen LKH-Betriebstechnikern eingewiesen. Feuerwehr-Einsatzleiter BM Robert Leitner, vom diensthabenden Arzt Prim. Dr. Klaus-Peter Samlicki über die Situation am Dachlandeplatz, die Anzahl der Verletzten und den Brand im Liftbereich informiert, stand mit seinen Kameradinnen und Kameraden vor der schwierigen Aufgabe, die Verletzten zu bergen, den Brand zu löschen und die Gefahrenstelle zu sichern. An der Westseite des Krankenhauses kam dabei der Teleskopmast TM 37 zum Einsatz, der zunächst einen Feuerwehrmann und zwei Sanitäter des Roten Kreuzes zu den Unfallopfern brachte. Nachdem die Rettungskräfte zu den Unfallopfern vordringen konnten und die Bergung des verletzten Kindes gelang, mussten sie sich zunächst wieder zurückziehen, weil Kerosindämpfe eine Verschärfung der Gefahrensituation vermuten ließen. Nachdem von der Ostseite her weitere Feuerwehrleute auf das Dach des Krankenhauses gelangt waren, konnte der Brand im Liftbereich gelöscht und die Gefahrenstelle gesichert werden. Dabei kamen auch Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten zum Einsatz. Die vier weiteren Schwerverletzten konnten vom Roten Kreuz geborgen und in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht werden.
Rund eine Stunde nach Übungsbeginn war der Einsatz beendet. Feuerwehr-Einsatzleiter BM Robert Leitner von der FF Wolfsberg: „Das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte und der Mitarbeiter des Krankenhauses hat hervorragend funktioniert. Bei Einsätzen wie diesen ist die Kommunikation vor Ort entscheidend, damit wir rasch die richtigen Maßnahmen setzen können.“ Auch Franz Seidl, LKH-Berater für Notfallplanung, und LKH-Sicherheitsbeauftragter Ing. Ronald Wildberger stellten dem Zusammenspiel der beteiligten Teams ein positives Zeugnis aus. Als Beobachter waren auch LKH-Pflegedirektorin Claudia Obersteiner, Kaufm. Direktor Mag. Viktor Benzia und Abschnittsfeuerwehrkommandant Norbert Magele mit dem Übungsverlauf hochzufrieden.












