Selbsthilfefreundliches Krankenhaus
Banner

Archiv

LKH Wolfsberg leistet wichtigen Beitrag zur Feinstaubreduktion!

Am LKH Wolfsberg, dem drittgrößten Krankenhaus Kärntens, wurde die Heizung von Gas- und Ölfeuerung auf Fernwärme aus industrieller Abwärme umgestellt. Mit dieser Maßnahme sind vor allem auch positive Auswirkungen auf die Umwelt verbunden. So konnten die CO2-Emissionen und der Feinstaubausstoß drastisch reduziert werden.

Durch die in den letzten Monaten weitgehend abgeschlossene Umstellung von Gas und Öl auf Fernwärme ist des dem LKH Wolfsberg gelungen, die CO2-Emissionen in seinem Bereich um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Am drittgrößten Krankenhaus Kärntens werden jährlich immerhin rund 9 Mio. Kilowattstunden Wärme und Dampf verbraucht (entspricht rund 600 Haushalten). Im Vergleich dazu liegt der durchschnittliche Wärmeenergiebedarf eines Kärntner Haushaltes bei etwa 15.000 Kilowattstunden pro Jahr. Für die Wärmeenergieerzeugung wurde in den letzten Jahrzehnten vor allem Gas, zu einem geringeren Teil aber auch Öl verfeuert. Durch die Umstellung auf die umweltfreundliche Fernwärme konnten die jährlich anfallenden CO2-Emissionen von bisher rund 2.450 Tonnen auf rund 1.180 Tonnen reduziert werden. Eindrucksvoll ist auch die damit einhergehende Verringerung des Feinstaubausstoßes. Experten haben errechnet, dass dadurch jedes Jahr deutlich weniger Feinstaub in die Umwelt gelangen wird.

 

„Gerade im Hinblick auf die immer wieder thematisierte hohe Feinstaubbelastung in den Lavanttaler Zentren ist das ein enormer Erfolg, der vor allem der Umwelt und der Bevölkerung des Bezirkes zugute kommt“, sagt KH-Bw. Ing. Jürgen Schratter, Leiter der Abteilung Bau und Technik am LKH Wolfsberg. Schratter: „Wir gehen mit gutem Beispiel voran und sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Bevölkerung bewusst.“ Die Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt sollen auch bei künftigen Bauvorhaben eine wichtige Rolle spielen.

 

Begleitet wurde die Umstellung der Wärme- und Dampferzeugung von den Experten des Competence Centers für Gefahrgut, Abfall und Umwelt der KABEG, das vor fünf Jahren eingerichtet wurde. Seither zeichnet das Competence Center für das aktive Umweltmanagement der fünf KABEG-Krankenhäuser Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, LKH Villach, LKH Wolfsberg, LKH Laas und Gailtal-Klinik verantwortlich. „Wir sorgen gemeinsam mit den Verantwortlichen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Krankenhäuser dafür, dass möglichst sparsam mit den natürlichen Ressourcen umgegangen wird“, sagt Albin Knauder, Msc, der Leiter des Competence Centers. Mittlerweile können die fünf Landesspitäler auf zahlreiche einschlägige Gütesiegel verweisen – darunter auch das begehrte EMAS-Zertifikat, das nach einer speziellen EU-Verordnung vergeben wird. Dem LKH Wolfsberg wurde es vor kurzem zum zweiten Mal verliehen.

 

Auch in Zukunft, so Knauder, werde es am LKH Wolfsberg weitere Maßnahmen zu Verringerung der Umweltbelastung geben. Derzeit befindet sich u.a. ein Projekt in Umsetzung, das die Erzeugung von „umweltfreundlichem Strom“ aus Speiseresten ermöglicht. Während Küchenabfälle und Speisereste in der Vergangenheit vor Ort zerkleinert, entwässert und entsorgt wurden, werden sie nun in speziellen Tankbehältern gesammelt und in regelmäßigen Abständen an eine Biogasanlage geliefert. Dort werden die Speisereste hygienisiert, mit anderem Bioabfall gemixt und in einem sogenannten Faulturm zu Biogas verarbeitet. Das dabei freigesetzte Faulgas Methan wird anschließend verfeuert, wobei die dabei entstandene Energie wiederum zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt wird. Dieses Prinzip wird bereits im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee erfolgreich angewandt.

 

 

zurück