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Klinikum Klagenfurt mit dem „Green-Building-Zertifikat“ ausgezeichnet
Das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee wurde als erstes Krankenhaus dieser Größenordnung in Österreich mit dem „Green-Buliding-Zertifikat“ der Europäischen Kommission ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhalten Gebäudeeigentümer, die in die Energieeffizienz ihrer Dienstleistungsgebäude investieren.
KABEG-Vorstandsdirektorin Dipl.-Kff. Ines Manegold und Betriebsdirektor Roland Peters nahmen im Zuge des Umwelt-Tages im LKH Laas das Zertifikat entgegen. „Diese Urkunde wird einen ganz besonderen Platz bekommen und sicher nicht in einem Büro verschwinden“, freute sich Peters. „Auch ist es unser Ziel, dass bald mehrere Gebäude der KABEG in dieser Art zertifiziert werden. Wir bauen ja zurzeit zum Beispiel auch in Villach“, setzte sich Manegold die nächsten Ziele. Übergeben wurde das Zertifikat von Dipl. Ing. Robert Stanek vom Institut für Bauen und Ökologie. Das Institut wickelte die Zertifizierung im Auftrag der Europäischen Kommission ab.
Klinikum überzeugte in Brüssel mit Energiekonzept
Der Heizwärmebedarf (HWB*) für das Chirurgisch Medizinische Zentrum (CMZ) liegt um 36,8% unter dem geforderten Wert des Instituts für Bauen und Ökologie (IBO). Der Kühlbedarf (KB*) ist sogar um 41% darunter.
Die EU-Kommission bietet unter dem Titel "European Green-Building" ein eigenes Bewertungssystem an. Dieses, im Rahmen eines EU-Programms entwickelte Label, konzentriert sich ausschließlich auf den Energieverbrauch und zielt hier auf eine einfache Definition ab. Um ein European Green-Building zu sein, müssen die national höchst zulässigen Verbrauchsziele um 25 Prozent (in Österreich: OIB-Richtlinie 6 bzw. Bauordnungen der Länder) unterschritten werden.
Green-Building Programm soll Energiesparpotentiale bei Gebäuden umsetzen
Rund 40 % des Endenergieverbrauchs in Europa fallen in Gebäuden an. Im Grünbuch der Kommission zur Energieeffizienz wird der Gebäudesektor als ein Bereich bezeichnet, in dem große Energieeffizienzmaßnahmen verhältnismäßig leicht realisierbar sind. Das Green-Building Programm (GB) will durch Information, Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung der Marktteilnehmer vorhandene wirtschaftliche Effizienzpotenziale bei Dienstleistungsgebäuden EU-weit darstellen und ausschöpfen. Die Dokumentation der Wirtschaftlichkeit von möglichen Maßnahmen soll dazu führen, dass eine Vielzahl von rentablen Investitionen umgesetzt wird.

