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KABEG Management » #HapDayChat –Twitter-Chat aus dem Klinikum Klagenfurt zum Welt-Hepatitis-Tag

25 / Juli / 2016

#HapDayChat –Twitter-Chat aus dem Klinikum Klagenfurt zum Welt-Hepatitis-Tag

Der Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie und Hepatologie, Stoffwechsel und Nephrologie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, Prim. Univ. Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic, beantwortet auf Twitter ein Stunde lang alle Fragen zum Thema Hepatitis.

Am 28. Juli 2016 wird weltweit der Welt-Hepatitis-Tag begangen. „Noch immer sterben mehr Menschen an Virushepatitis als an HIV oder Malaria. Vor allem chronische Hepatitis B und C können zu Zirrhose oder Leberkrebs führen“, erklärt Prim. Univ. Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie und Hepatologie, Stoffwechsel und Nephrologie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee. Und weiter: „Leberkrebs ist weltweit nach Lungenkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache.“

Impfung und Tabletten

Diese schweren Verläufe ließen sich jedoch durch Vorbeugung, rechtzeitige Diagnose und Therapie verhindern. „Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung und Hepatitis C ist durch den Einsatz neuer Medikamente zu mehr als 95 % heilbar“, so Peck-Radosavljevic.

Sind doch seit 2014 Tabletten verfügbar, die bei Patienten mit Hepatitis C sehr gute Wirkung zeigen und kaum Nebenwirkungen haben. Peck-Radosavljevic, der in der Europäischen Gesellschaft für Gastroenterologie aktiv ist: „Die medikamentöse Therapie dauert heute drei Monate und wird sehr gut vertragen. Nach diesem Zeitraum gelten mehr als 95 % der Patienten als geheilt.“

Zum Vergleich: Vor der neuen Therapie wurden Betroffene ein Jahr lang mit Medikamenten behandelt, deren Erfolgsquote bei 50 % lag. Erschwerend: Die Patienten litten an schweren Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen, Müdigkeit, Leistungsverlust und Fieber. „Insofern hat Hepatitis heute deutlich an Schrecken verloren“, so der Abteilungsvorstand.

Livechat von 11 bis 12 Uhr

Umso mehr ist eine Früherkennung wichtig. „Immer noch gehen 40 % der Lebetransplantationen in Österreich auf Hepatitis zurück. Dies wäre weitgehend vermeidbar“, stellte Peck-Radosavljevic klar: „Wichtig wäre vor allem, dass alle Patienten mit erhöhten Leberwerten zumindest einmal vom Hausarzt auf Hepatitis B und C überprüft werden und länger andauernde Leberwerterhöhungen einer fachärztlichen Untersuchung zugeführt werden. Auch wenn in Österreich nahezu 50% der chronischen Lebererkrankungen durch Alkohol bedingt sind, die andere Hälfte der Betroffenen hat ein anderes, oft behandelbares Problem“ Aus diesem Grund veranstaltet er in Kooperation mit der Europäischen Gesellschaft für Gastroenterologie am Welt-Hepatitis-Tag einen Livechat via Twitter.

„Ich stehe persönlich am 26. Juli 2016 in der Zeit von 11 bis 12 Uhr für alle Fragen rund um das Thema Hepatitis zur Verfügung“, sagt Peck-Radosavljevic. Alle Fragen mit dem Hashtag #HapDayChat werden beantwortet. “Das ganze Jahr über steht darüber hinaus mein Team in der Leberambulanz des Klinikum Klagenfurt für Patienten mit chronischen Lebererkrankungen wie z. b. einer chronischen Hepatitis zu Verfügung.“

Bis 2030 eliminieren

Der diesjährige Welt-Hepatitis-Tag steht übrigens unter dem Motto „NOhep- für eine Welt ohne Hepatitis“. Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die diese internationale Kampagne ins Leben gerufen hat ist es, die chronische Hepatitis B und C bis zum Jahr 2030 weltweit zu eliminieren.