Sie sind hier:

KABEG Management

08 / Juli / 2019

Klinikum Klagenfurt: moderne Laborstraße in Betrieb genommen

Das Klinikum Klagenfurt verfügt seit kurzem über eine neue Laborstraße. Modernste Geräte ermöglichen eine bessere Befundung und damit medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Zudem wurde ein weiterer Schritt zur Konsolidierung der Laborlandschaft in den KABEG-Häusern gesetzt.

Bild Neue Laborstraße Klinikum Klagenfurt
Am Foto (© KABEG) v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Rudolf Waldenberger (Medizinischer Direktor Klinikum Klagenfurt), Bernhard Rauter, MBA (Pflegedirektor Klinikum Klagenfurt), Prim. Dr. Sabine Sussitz-Rack (Institutsvorständin), Dr. Arnold Gabriel (KABEG-Vorstand), Mag. Roland Wolbang, MBA (Kaufmännischer Direktor Klinikum Klagenfurt)

Das Labor ist ein wichtiger Partner im Krankenhaus und nimmt eine wesentliche Rolle ein, wenn es darum geht, Erkrankungen zu erkennen oder die Therapie zu überwachen. „Mit der neuen Laborstraße wurde eine weiterer Schritt in Richtung Standardisierung, Automatisierung und Effizienzsteigerung in der KABEG gesetzt“, freut sich KABEG-Vorstand Dr. Arnold Gabriel.


Eine Fülle von Laboranalysen aus dem Gebiet der klinische Chemie – dazu zählen etwa Leberwerte, Nierenwerte, Parameter des Eisenstoffwechsels sowie der Immunchemie wie z.B. Schilddrüsenwerte, Hormone etc. – werden in der neuen Laborstraße automatisiert bearbeitet. „Die Proben kommen mit einem Barcode versehen ins Labor und Routineuntersuchungen müssen nicht mehr händisch bearbeitet werden“, beschreibt Prim. Dr. Sabine Sussitz-Rack, Institutsvorständin des Institutes für Labordiagnostik und Mikrobiologie am Klinikum Klagenfurt. Vom Einschleusen der Blutprobe bis zur elektronischen Befundübermittlung werden die Proben vollautomatisch bearbeitet. Die Geräte mit einem hohen Durchsatz in Verbindung mit automatischen Verteilungssystemen ermöglichen die Bereitstellung eines breiten Analysenspektrums rund um die Uhr, mit einer standardisierten und qualitätsgesicherten Abarbeitung der Proben.

Der Umbau und die Inbetriebnahme der neuen Laborstraße erfolgten bei laufendem Betrieb. „Durch den enormen Einsatz des gesamten Teams und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte mit der Inbetriebnahme ein rascher Übergang in die Routinediagnostik gewährleistet werden“, freut sich Sussitz-Rack über die reibungslose Umstellung. „Die Patientenversorgung hatte stets oberste Priorität.“
Als besondere Innovation ist die Einbindung der Harndiagnostik – zusätzlich mit einem digitalen Mikroskop ausgestattet – in die Laborstraße zu nennen. Somit kann die Harndiagnostik inklusive der mikroskopischen Untersuchung des Harnsedimentes automatisiert mit einer Ergebnisvorinterpretation durch das System erfolgen und anschließend von den Biomedizinischen Analytikern überprüft und weiter beurteilt werden.


Routineuntersuchungen versus spezielle Diagnostik
Die Labormedizin befindet sich im Spannungsfeld von schneller und vor allem immer reproduzierbarer Testung sowie individueller Analysen. „Wir erreichen einerseits, dass die anfordernde Abteilung eine schnelle und vor allem einheitliche Entscheidungsgrundlage für die Diagnostik und Therapie erhält. Andererseits kann durch spezielle Testungen individuell auf eine Erkrankung und die weitere Therapieentscheidung für einzelne Patienten eingegangen werden.“
Dazu sind modernste Methoden in spezialisierten Einrichtungen erforderlich. Angewendet werden die Testungen beispielsweise bei Leukämie. „Hier sind spezielle Blutanalysen erforderlich, um über die Therapie entscheiden zu können“, so Sussitz-Rack. Diese zeitintensiven und händisch durchgeführten Analysen werden in Zukunft deutlich zunehmen.

Im Institut für Labordiagnostik und Mikrobiologie werden jährlich rund 3,2 Millionen Analysen durchgeführt. Allein über die neue Laborstraße wird mit ¾ der Analysen ein Großteil der breiten Paletten an Anforderungen abgedeckt. Insgesamt sind im Klagenfurter Labor 10 Fachärzte und Ärzte in Ausbildung sowie rund 60 Biomedizinische Analytiker beschäftigt. Um die hohe Qualität zu gewährleisten, ist zudem auch eine Chemikerin Teil des Teams.