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KABEG Management » Sonnenfinsternis: Ungeschützter Blick in den Himmel kann Augenlicht kosten

19 / März / 2015

Sonnenfinsternis: Ungeschützter Blick in den Himmel kann Augenlicht kosten

Morgen, Freitag, findet eine partielle Sonnenfinsternis statt. Bei ausgezeichnetem Wetter wollen viele das Naturschauspiel beobachten. Dabei ist unbedingt eine entsprechende Schutzbrille erforderlich.

„Eine spezielle, zertifizierte Schutzbrille ist unbedingt erforderlich“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Yosuf El-Shabrawi, Vorstand der Augenabteilung und Optometrie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee. „Bei unzureichendem Schutz kann die Netzhaut in kürzester Zeit zerstört und das Sehvermögen nachhaltig geschädigt werden“, warnt er. Im schlimmsten Fall geht das Sehvermögen vollständig verloren.

El-Shabrawi: „Schaut man ohne entsprechende Brille in die Sonne, erleidet die Netzhaut binnen Sekunden Verbrennungen.“ Er rät dringend dazu, die Schutzbrillen auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen. „Die Spezialbrillen müssen der gültigen EU-Norm entsprechen. Das erkennt man an der CE-Kennzeichnung. Auch muss man darauf achten, dass die Brille keine Kratzer, Risse oder gar Löcher aufweist.“

Hat man keine entsprechende Brille zu Hause, sollte man die Sonnenfinsternis nur via TV verfolgen. Denn: Auf handelsübliche Sonnenbrillen, oder gar obskure Hilfsmittel wie alten CDs, Filmstreifen oder rußgeschwärzte Gläser darf nicht zurückgegriffen werden. „Sie sind absolut ungeeignet und schützen das Auge nicht.“ Auch von Ferngläser und Fernrohren ohne spezielle Filter sollte man die Finger lassen.

„Durch eine Schutzbrille kommt höchstens 0,001 Prozent Sonnenlicht. Das ist bei diesen genannten „Hilfsmitteln“ nicht gegeben. Außerdem rät El-Shabrawi auch auf die Bügel der Brille zu achten: „Sie müssen breit sein, denn das Sonnenlicht streut.“

Immer wieder Kinder betroffen – keine Therapie
In der Praxis werden in der Augenabteilung vor allem immer wieder Kinder vorstellig, die in die Sonne blickten. „Wir haben etwa alle zwei Jahre einen Fall. Das ist insofern tragisch, da es gegen solche Verletzungen der Netzhaut keine Therapie gibt.“