Alpe-Adria-Meeting: Live-OPs demonstrieren minimalinvasive Verfahren in der Steinchirurgie

Alpe-Adria-Meeting: Live-OPs demonstrieren minimalinvasive Verfahren in der Steinchirurgie

Acht Live-Operationen zur Behandlung von Harnsteinen standen im Mittelpunkt einer urologischen Fachveranstaltung, die am 19. und 20. Oktober im Rahmen des Alpe-Adria-Meetings im Klinikum Klagenfurt stattfand. Internationale Fachexperten erhielten Einblicke in moderne, minimalinvasive Operationstechniken.

Wie können Harnsteine möglichst schonend entfernt werden? Diese Frage stand beim Alpe-Adria-Meeting am 19. und 20. Oktober im Klinikum Klagenfurt im Mittelpunkt. Im Rahmen der urologischen Fachveranstaltung wurden acht endoskopische Eingriffe live demonstriert. „Oberarzt Dr. Alessandro Conti, Experte für Steinchirurgie, zeigte dabei die neuesten Techniken der sogenannten FANS-Ureterorenoskopie“, berichtet Prim. PD Dr. Orietta Dalpiaz, Abteilungsvorständin der Urologie im Klinikum Klagenfurt

Moderne Technik ermöglicht schonende Eingriffe
Bei der minimalinvasiven Behandlung kommen besonders dünne, flexible Endoskope und moderne Lasertechnologie zum Einsatz. Die Harnsteine werden gezielt zerkleinert oder pulverisiert. Mithilfe spezieller Absaugschleusen können die Steinfragmente anschließend entfernt werden. Dalpiaz: „So lassen sich auch größere Harnsteine in geeigneten Fällen ohne Hautschnitt und unter möglichst geringer Belastung des Nierengewebes behandeln.“ Je nach Größe und Härte der Steine kann ein Eingriff bei geeigneten Voraussetzungen innerhalb von maximal eineinhalb Stunden durchgeführt werden. Bei unkompliziertem Verlauf ist eine Entlassung bereits am Folgetag möglich.

Internationale Zusammenarbeit und Prävention
Fachexperten aus Ljubljana und Maribor sowie niedergelassene Urologinnen und Urologen nahmen an der Veranstaltung teil. „Neben den Live-Operationen bot ein gemeinsames Abendmeeting Gelegenheit, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Leitlinien und operative Erfahrungen zu diskutieren“, berichtet Dalpiaz.
Das Alpe-Adria-Meeting unterstrich die Bedeutung des internationalen fachlichen Austauschs für die Weiterentwicklung innovativer Behandlungsmethoden und eine patientenschonende Versorgung.

Harnsteinen vorbeugen
Das Klinikum Klagenfurt verfolgt bei der Behandlung von Harnsteinerkrankungen einen umfassenden Ansatz: Neben modernen operativen Verfahren soll auch die Vorbeugung erneuter Steinbildungen stärker in den Fokus rücken. Eine spezialisierte Steinambulanz soll künftig dazu beitragen, individuelle Risikofaktoren zu erkennen und geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten.
 

Zur Hauptnavigation